Bürgerinnen und Bürger

Informationen für Studierende

Studierende

Der öffentlich-rechtliche Rund­funk bietet ein hoch­wertiges Informations- und Unter­haltungs­programm und eine un­ab­hängige Bericht­er­stattung. Und das nicht nur in TV und Radio, sondern auch online. So sind alle bei aktuellen Ereig­nissen sofort auf dem neuesten Stand. Das große Media­theken-Angebot liefert aktuelle Inhalte auf Laptop, Tablet und Smart­phone.

Damit dieses Angebot für alle Menschen in Deutsch­land ver­füg­bar ist, gibt es den Rund­funk­beitrag. Für jede Wohnung in Deut­schland wird monat­lich ein Beitrag von 17,50 Euro er­hoben – un­ab­hängig davon, wie viele Personen in dieser Wohnung leben oder wie viele Geräte sie nutzen.

Ich wohne allein, was muss ich beachten?

Für jede Wohnung muss ein Rund­funk­beitrag von monat­lich 17,50 Euro be­zahlt werden. Wenn noch kein Beitrags­konto für diese Wohnung existiert und keine der folgenden Ausnahme­situationen zu­trifft, muss die Wohnung angemeldet werden.

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Ich wohne in einer WG oder bei meinen Eltern. Wer zahlt?

Pro Wohnung muss nur eine voll­jährige Person ange­meldet sein und den Rund­funk­beitrag bezahlen. Wer das ist, kann die WG grund­sätzlich selbst ent­scheiden. Alle anderen Bewohner, die bereits ange­meldet sind, können sich dann abmelden. Studierende, die bei ihren Eltern wohnen, welche den Beitrag bereits zahlen, müssen sich nicht an­melden.

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Ich wohne in einem Studentenwohnheim. Was muss ich tun?

Für Zimmer in Stu­den­ten­wohn­heimen, die von einem all­ge­mein zugäng­lichen Flur ab­gehen, ist der Rund­funk­beitrag von 17,50 Euro monat­lich zu zahlen. Sie gelten als Wohnung – egal, ob sie über ein eigenes Bad oder eine Küche ver­fügen. Wenn mehrere Zimmer durch eine eigene Wohnungs­tür von einem all­ge­mein zugäng­lichen Flur oder Treppen­haus abge­trennt sind und wie eine WG ge­staltet oder ge­nutzt werden, muss wie in jeder anderen WG nur eine Person zum Rund­funk­beitrag an­ge­meldet sein und die WG kann sich den Rund­funk­beitrag teilen.

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Ich erhalte BAföG. Was bedeutet das?

Wer BAföG erhält und nicht bei seinen Eltern wohnt, kann sich auf An­trag vom Rund­funk­beitrag be­freien lassen. Die Be­freiung gilt auch für Ehe­partner oder ein­ge­tragene Lebens­partner, je­doch nicht für andere Mit­bewohner. Erasmus-Studenten oder andere Stipen­diaten sind grund­sätz­lich beitrags­pflichtig.

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Ich bin vom BAföG-Bezug ausgeschlossen. Was gilt dann?

Grund­sätz­lich ist eine Be­freiung von der Rund­funk­beitrags­pflicht für Studierende nur mög­lich, wenn sie BAföG be­ziehen. Auch unter Berück­sichti­gung der Recht­sprechung des Bundes­ver­waltungs­gerichts (BVerwG) kommt eine Be­freiung als be­sonderer Härte­fall nur in Ausnahme­fällen in Betracht.

Ein solcher Aus­nahme­fall kann vor­liegen, wenn Studierende in be­stimmten Fällen keine BAföG-Leistungen (mehr) erhalten, obwohl sie be­dürftig sind.

Eine Härte­fall­befreiung ist zum Beispiel in folgen­den Fällen mög­lich:

  • Studierender be­findet sich in einem Zweit­studium, § 7 Abs. 2 BAföG
  • Studierender hat das Studien­fach ge­wechselt, § 7 Abs. 3 BAföG
  • Studierender hat die Alters­grenze über­schritten, § 10 Abs. 3 BAföG
  • Studierender hat die Förderungs­höchst­dauer über­schritten, § 15a BAföG
  • Studierender hat den Leistungs­nachweis gemäß § 48 BAföG nicht er­bracht
     

Eine Bedürftig­keit liegt vor, wenn das Einkom­men nach Ab­zug der an­zu­rechnen­den Kosten (Wohn­kosten, Kranken­kassen-Beiträge) unter­halb des für Bezug von Hilfe zum Lebens­unter­halt maß­geblichen Regel­satz liegt.

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Ich bin nur zum Studium in Deutschland. Was gilt für mich?

Studierende aus EU-Mitglied­staaten müssen grund­sätz­lich während ihres Auf­ent­halts in Deutsch­land über aus­reichen­de Existenz­mittel ver­fügen. Eine Härtefall­be­freiung kommt daher in der Regel nicht in Be­tracht. Sie können aber als be­sonderer Härte­fall von der Rund­funk­beitrags­pflicht be­freit werden, wenn sie eine mit dem BAföG ver­gleich­bare Studien­förderungs­leistung aus ihrem Heimat­land be­ziehen.

Inter­nationale Studierende müssen für den Er­halt eines Auf­ent­halts­titels nach­weisen, dass sie über aus­reichen­de finanzielle Mittel zur Siche­rung ihres Lebens­unter­halts ver­fügen. Eine Härte­fall­befreiung kommt daher in diesen Fällen in der Regel nicht in Be­tracht.

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Wie kann ich eine Befreiung oder Ermäßigung beantragen?

Für eine Be­freiung oder Er­mäßigung kann man den Antrag online ausfüllen, aus­drucken, unter­schreiben und mit den er­forder­lichen Nach­weisen an den Beitrags­service schicken. Eine Er­mäßi­gung ist nur unter be­stimmten Voraussetzungen für Menschen mit Behinderungen möglich.

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